Um den optimalen Dübel für Ihr Projekt zu finden, beantworten Sie sich folgende Fragen:

  • Auf welchen Untergrund soll befestigt werden?
  • Wie tief muss die Bohrung gesetzt werden?
  • In welchen Baustoff soll der Dübel gesetzt werden?
  • Kann ich den Dübel einkleben oder einmörteln?
  • Benötige ich einen zugelassen Dübel?
  • Wir können Ihnen für jede Art der Problemstellung den richtigen Dübel liefern!

Dübel im Überblick

Klebedübel haben einige Vorteile gegenüber handelsüblichen Schwerlastbefestigungen. Es ist eine preiswerte Alternative zu anderen Dübeln und kann bei geringen Rand- und Achsabständen verwendet werden, da keine Spreizung erfolgt. Beim Einkleben kann man handelsübliche Gewindestangen verwenden, allerdings ist diese Verbindung bauaufsichtlich nicht zugelassen. Der Mörtel ist mittels Siebhülsen auch in Hohlraummauerwerk zu verwenden. Andere Schwerlastdübel wie der Bolzenanker oder die Betonschrauben können nur in Beton verwenden werden. Im normalen Mauerwerk zerstört dieser Dübel den Stein. Bolzenanker oder Ankerbolzen haben den Vorteil der schnellen Verarbeitung. Ein normaler Nylon Dübel hat bei weitem nicht die Haltekraft wie ein Bolzenanker oder eine eingemörtelte Verbindung. Arbeiten Sie mit eher dünnen Materialien können auch Schussnägel eine Alternative für die effiziente Befestigung sein.

Fassadendübel finden in fast allen Baustoffen sicheren Halt. Unsere Varianten fischer SXRL Fassaden Dübel oder MQL Dübel sind auch jeweils für Hohlraumwände einsetzbar. Mit ihren ausgeprägten Längen überbrücken sie spielend Dämmung und andere Baustoffe wie zum Beispiel Holz. Diese Dübel werden immer auch im Baustoff selbst verankert.

Bolzenanker oder Betonschrauben sind bauaufsichtlich zugelassene Schwerlastdübel aus Stahl. Sie haben einen Edelstahlspreizring, der sich im Beton (nur im Beton) verankert. Schwerlastdübel sind verwendbar, wenn Brandschutzbestimmungen beachtet werden müssen und außerdem verfügen sie über eine hohe Haltekraft. Anwendung finden diese Dübel oft beim Bau eines Dachstuhls oder beim Anbau einer Markise.

Knoten-Dübel verknoten sich hinter dem Bauteil, in der Trockenbauwand oder im Hohllochstein. Knotendübel halten aufgrund ihrer Eigenschaften allerdings auch im Vollstein oder Beton hervorragend. Bei schwereren Befestigungen sollte man Hohlraumdübel aus Metall verwenden. Diese Art von Dübel wird mittels einer speziellen Zange hinter dem Bauteil gespreizt. Beispiele sind hier der fischer Duopower oder der TOX Trika oder Tri Dübel.

FAQ Wie setze ich den Dübel richtig ?

Auf oder in welchem Untergrund wird befestigt?

Art und Beschaffenheit des Baustoffes in dem der Dübel gesetzt werden soll, sind wichtige Faktoren bei der Wahl des Dübels.
Der Beton: Als Baustoff kann Beton große Druckkräfte aufnehmen, aber nur geringe Zugkräfte. Da Beton keine hohen Zugspannungen aufnehmen kann, bricht dieser und erhält Risse, dann sprechen wir von gerissenen Beton. Im Grunde gibt es ungerissenen Beton nur wenn dies ordentlich bescheinigt worden ist. Beton erhält aber über die Jahre immer Risse und das liegt nicht nur an einer Verwitterung. Wenn eine Betondecke zum Beispiel belastet wird, so entsteht im oberen Bereich der Decke eine Druckzone im unteren eine Zugzone. Folglich erhält die Decke Risse. Beton kann eben keine großen Spannungen aufnehmen, weshalb man Stahleinlagen in den Beton gibt. Sogenannter Bewährungsstahl. So entsteht ein Verbund und der Beton kann größere Lasten aufnehmen. Bei Beton verwendet man chemische Dübel, Verbundmörtel, Bolzenanker, Einschlagdübel oder Betonschrauben. Auch Highbondanker von fischer werden oft verwendet.
Der Vollziegel oder Klinker ist ein sehr harter Stein, weshalb man den Dübel auch nicht in der Fuge setzen sollte. Bolzenanker oder Betonschrauben sollten hier NICHT verwendet werden. Alles was spreizt würde den Ziegel zerstören und den Dübel unbrauchbar machen. Hier können normale Nylondübel oder Hohlraumdübel verwendet werden. Auch alle chemischen Produkte oder eine Mauerschraube | Fenterbauschrauben funktionieren, aber nicht das reinigen vergessen.
Der Kalksandstein ist eine eher weicher Stein mit hoher Druckfestigkeit. Die Dübel des Vollziegel sind zu verwenden.
Beim Porenbeton sieht es schon anderes aus. Das leichte Material hat viele Poren und hat wenig Lastaufnahmen. Hier müssen spezielle Dübel verwendet werden die dafür zulässig sind. Als Beispiel funktionieren alle chemischen Dübel sowie der SXRL, MQL und alle Dübel für Gasbeton. Wir haben dafür eine extra Rubrik.
Im Lochstein oder Poroton werden wiederum Knotendübel oder Verbundmörtel, diesmal allerdings mit Siebhülsen, verwendet. Ähnlich wie im porenbeton funktionieren MQL, SXRL aber auch Hohlraumdübel und Knotendübel.

Wo kann die Montage des Dübels erfolgen (Rand - und Achsabstände)?

Damit die anfallenden Lasten von den Dübeln sicher in den Untergrund geleitet werden können und dieser nicht abplatzt oder reißt, müssen Dübel in bestimmten Abständen zu Baustoffkanten gesetzt werden. Viele Menschen vernachlässigen dieses Thema komplett, selbst Profis. Dieses sind die sogenannten Randabstände. Die Abstände der Dübel untereinander, die Achsabstände müssen ebenfalls einen gewissen Abstand untereinander betragen. Bei Schwerlastdübeln, wie Bolzenanker, werden die Abstände in den Zulassungen geregelt. Bei Kunststoff - Dübel kann man als Faustregel 2 x hef ( hef = Verankerungstiefe ) und einem Achsabstand von 4 x hef anwenden.

Dübel Montage und Randabstände

Muss ich auf den Bohrer Acht geben?

Viele Menschen beachten es nicht, Hauptsache ein loch in der Wand, aber ja auf den richtigen Bohrer ist zu achten. Erstens sollte ein geprüfter Bohrer verwendet werden und die Prüfmarke der Prüfgemeinachft Mauerbohrer darauf stehen. Zweitens sollte man beim Bohren in Hohlräumen ein Bohrer verwendet werden, der kreisrunde Löcher macht. Beim Bohren in Poroton zum Beispiel brechen auch gute Bohrer mit 4 Schneiden die dünnwandigen Steine so aus, dass der Dübel keinen Halt finden kann. Dies kann auch geschehen, wenn man ohne Schlag bohrt. Hierfür empfehlen wir eindeutig einen fischer Pointer Mauerwerksbohrer diese übernimmt auch nicht den Schlag der Bohrmaschine sollte man es vergessen auszuschalten. So kann der Dübel die Wände optimal nutzen und sich in den Kammern des Steins zu verankern.

Bohren dem Stein anpassen - Dübel richtig setzen


Dübel richtig setzen - richtig bohren

Wie tief muss man bohren?

Es wird immer tiefer gebohrt als der Dübel lang ist. Den optimalen Halt haben die meisten Dübel nur, wenn die Schraube auch durch den Dübel durchschaut. Knotendübel Knoten sich zum Beispiel nicht, wenn die Schraube nicht länger ist.

Muss ein Bohrloch gereinigt werden?

Die Bohrlochreinigung bei der Dübelmontage ist immer ein sehr wichtiger Faktor. Da die Haltekräfte im wesentlichen Zusammenhang mit dem Bohrmehl eines Loches stehen. Bis zu 50% kann der Dübel mehr Lasten aufnehmen, wenn das Bohrloch gereinigt wurde. Dies gilt natürlich nur bei Vollbaustoffen. Bei einem Hohlkammerstein fällt das Bohrmehl in der Kammer ab. Das Bohrmehl wirkt reibungsschlüssig bei Verbundmörtel verhindert es den Zusammenschluss mit dem Beton oder Stein. Bei bauaufsicht zugelassenen Produkten ist besonders auf die richtige Handhabung zu achten. Andernfalls erlischt die Zulassung. Tipp In der Tat findet eine Bohrlochreinigung nicht immer statt, wir empfehlen ihnen es die Reinigung vor zu nehmen. Bohrmehl wirkt bei Dübeln wie eine Gleitschicht.

Wie reinige ich das Bohrloch optimal?

Für das setzen eines Dübel auch bei Verbundmörtel oder anderen chemischen Dübeln muss das Bohrloch sehr gründlich gereinigt werden. Dazu verwendet man Bohrlochbürsten. Hat man das Loch gebürstet wird das Loch mittels Ausbläser oder Stabsauger ausgeblasen. ACHTUNG! Diese Prozedur wiederholt man 3 x. Erst dann setzt man den Dübel. Die Optimale Reinigung: Die optimale Bohrlochreinigung besteht eben aus einer Kombination aus mehrfachem Ausblasen und Ausbürsten.

Ausbläser und Bürste 3x

Dübel Reinigung mittels Ausbläser und Bürste

Wann muss ich bauaufsichtliche Dübel verwenden?

Stelle Sie sich die Fragen :
  • Kann eine Person zu Schaden kommen, wenn die Befestigung versagt?
  • Ist beim Versagen der Befestigung mit einem hohen wirtschaftlichen Schaden zu rechnen?
  • Wird eine Zulassung des Dübels in der Ausschreibung o.ä. gefordert?

Wenn Sie eine oder mehrere der Fragen mit ja beantwortet haben, müssen bauaufsichtlich zugelassene Dübel verwendet werden.

Wie wirkt ein Dübel eigentlich?

Dübel sind dafür da, um die ankommenden Lasten oder Kräfte in einen anderen Baustoff und endlich ins Fundament abzuleiten. Unterschiedliche Kräfte wirken also auf den Dübel.
Reibschluss: der Spreizteil eines Dübels wird gegen das Bohrloch gedrückt.
Formschluss : Die Dübelgeometrie passt sich der Form des Untergrundes oder Bohrloch an.
Stoffschluss :Hier wird eine Dübel oder eine Ankerstange mittels Verbundmörtel oder Harz mit dem Material im Loch verbunden. 

Welche Arten von Kunsttoffdübel gibt es ?

Kunststoffdübel haben Haltewerte, diese erreichen höhere Lastaufnahmen wenn Schrauben verwendet werden die dafür vorgesehen sind. Spanplattenschrauben zum Beispiel sind sehr scharf und haben ein geringeren Kerndurchmesser, weil diese ja bevorzugt im Holz halten sollen und nicht im Kunststoff. Optimale Lasten werden also erreicht wenn Schrauben und Dübel zusammen gekauft werden.
  • Es gibt einfache Spreizdübel für Vollbaustoffe. Bei besonders harten Baustoffen sollte man zwei Größen Unterschied wählen, um die Schraube zu entlasten. Beispiel 12 mm Loch in Beton - 12 mm  Dübel - 8 mm Schraube
  • Allzweckdübel wie Trika oder Duopower von fischer halten in Beton, Vollstein sowie Gasbeton und klemmen sich in Hohlräumen durch Verknotung fest.
  • Mehrzonenspreizdübel haben mehrere geteilte Spreizkörper meist in verschiedene Richtungen. Sie können optimal Kräfte aufgenommen werden.
Spreizzonen bei Dübel und Unterschiede

Sicherheit und Haltewerte von Dübeln

Wenn beim Versagen eines Dübels Leib und Leben in Gefahr ist und der wirtschaftliche Schaden sehr hoch MÜSSEN zulässige Dübel Anwendung finden. Auf allen Dübelpackungen sind entsprechende Anwendungshinweise und Anweisungen wie diese zu setzen sind. Setz und Verankerungstiefe, Randabstände Bohrdurchmesser, Bohrtiefe, Anbauteilstärke. Bei Verbundmörtel kommen die Aushärtungszeiten bei verschiedenen Temperaturen hinzu.
Die angegebenen Haltewerte sind Empfehlungen inklusive einem Sicherheitsbeiwert und gelten bei der Verwendung des größtmöglichen Schraubendurchmessers, Gewindeausformung ähnlich DIN 7998. Es kann zu Verringerungen dieser Werte kommen bei kleineren Gewinde. Bei Dübeln mit beigefügten Schrauben sind diese zwingend zu benutzen da Haltewerte und Zulassungen schwinden.

Traglasten für die Baustoffe

Die angegebenen Lastwerte von Dübel aller Art gelten für die jeweiligen Baustoffe, nicht aber für Fugen oder Putzbereiche. Die Prüfergebnisse sind aus repräsentativen Vertretern der jeweiligen Baustoffe gezogen worden. Bei Befestigungen sind immer auch die Haltewertvorgaben der Baustoffhersteller, unabhängig der Dübel-Haltekraft, zu beachten. Bei nichttragenden Trennwänden sind zum Beispiel die maximalen Konsollasten in den Normen DIN 4103-2 und DIN 18183-1 geregelt.

Der Einbau von zugelassenen Dübeln muss entsprechend der Europäisch Technischen Bewertung durch geschultes Personal unter Aufsicht des Bauleiters erfolgen. Siehe hierzu auch: „Hinweise für die Montage von Dübel Verankerungen“ des DIBt. Zugelassene Dübel sind nur als Einheit/System zugelassen. Das Austauschen oder Verändern von Komponenten ist nicht zulässig.

Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch unser Angebot an Winkelverbinder, welche oft mit Dübeln angebracht werden anstatt Tellerkopfschrauben. Ebenfalls werden viele Pfostenträger mit Beton Dübel befestigt.